Ordnung und Teenie schließen sich nicht aus

Mit einem Bett – das gleichzeitig als Regal dient – entspannt Ordnung in chaotische Teeniezimmer bringen

Wer Kinder hat, ertappt sich wahrscheinlich wie ich häufig dabei, beim Anblick der Teeniehöhle zumindest innerlich an die Decke zu gehen.

Unser Teenie liebt Bücher und hat darüber hinaus in seinem Leben schon allerhand Zeug angesammelt, das einfach so rumsteht. Die Bücher stapelten sich auf dem Boden. Das Bett blieb tagsüber exakt so, wie er es morgens verlassen hatte und war voller Kuscheltiere und weiterer Bücher – ja mein Sohn kann sogar auf Büchern schlafen… Der Kleiderschrank stand pausenlos offen und die Kleidung wurde beim Ausziehen einfach an Ort und Stelle gelassen (dagegen habe ich leider immer noch keine Lösung!!). Das Kind fühlte sich wohl in seinem Reich. In mir entstand hingegen bei jedem Betreten des Zimmers ein ganz schreckliches Bedürfnis, schnell alles aufzuräumen. Da sein Kinderbett mit Kletterwand und Hängematte langsam nicht mehr seinem Alter entsprach, haben wir also beschlossen, dass unser Sohn ein Makeover seines Zimmers braucht.

 Uns war klar, dass Kinder an der weiterführenden Schule einen großen Schreibtisch und ein großes Bett brauchen.. Also Platz zum Lernen und Relaxen ganz gechilled und ungestört. Gleichzeitig sollten irgendwo noch Regale die ganzen Bücher schlucken.

Da sein Zimmer nicht riesengroß ist, war unsere Idee, in einem Zimmer quasi zwei Räume entstehen zu lassen: also den Schlafbereich vom Arbeitsbereich zu trennen. Ein paar Tage darüber nachgedacht, legten wir die ausgereifte Idee dann unserem Schreiner vor.

Skizze des Entwurfs
Skizze vom Schreiner

Wir haben das Bett einfach zwischen Regalen eingebaut und so den Schlafbereich hinter den Regalen versteckt. Um noch mehr Stauraum zu gewinnen, befinden sich unter den Regalen und der Matratze tiefe Schubladen, die Sportzeug und weiteren Kram schlucken. In das Kopfteil des Betts haben wir eine Lampe integriert, damit beim Schlafen nicht aus Versehen die Nachttischlampe umfliegt. Weil Eltern ja aber immer doch ein bisschen Kontrolle haben wollen, haben wir eine kleine Nische ausgeschnitten, die gleichzeitig als Durchreiche im Krankheitsfall dient und die Kiste ein bisschen auflockert. Wir sind sehr happy mit unserem selbstentworfenen Regalbett und das Zimmer sieht seither tatsächlich viel ordentlicher aus.

Bett im Regal
sieht ordentlich aus

Schon allein, weil wir das immer zerknüllte Bettzeug nicht mehr sehen müssen, wenn wir nur kurz einen Blick ins Zimmer werfen.

Chaos im Teeniezimmer

Das Chaos sehe ich nur noch, wenn ich will!

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